Stücke:
Zeltsam, ein Stück Beziehung
Dauer: 60 Minuten
Jobert und Pancetta wollen ihren Vereinsabend vorbereiten. Doch zu ihrem Erstaunen sitzt da ein Publikum.
Sie pochen auf ihr Recht, verstecken sich hinter der mitgebrachten Leinwand, und akzeptieren dann halt doch die Anwesenheit der Zuschauer. Diese hindern sie nicht daran, ihre Beziehung zu thematisieren. Und ausserdem ist die Gelegenheit günstig, die selbstgemachten Dias zu präsentieren. Ein Genuss für Dia-phobe wie auch Dia-phile.
Ein Zelt haben sie auch noch dabei, und wer Zelt sagt, muss auch Camping sagen.
Und da wird der Alltag arg strapaziert, in den Ferien zeigt sich die echte Langeweile, im Paradies
zeigt sich die Hölle.
Dauer: 70
Minuten
Regie: Reto
Finger, Dramaturgie: Mats Staub, Musik: Christian Sommerhalder
Jobert und Pancetta haben sich an einer
Klassenzusammenkunft kennen gelernt. In Spanien wollen sie sich näher kommen.
Die äussere Reise wird zur inneren Zerreissprobe. Skurril, überraschend,
tiefsinnig.
Pancetta Aber
hüt darf i de zersch iischlafe.
Jobert Werum?
Pancetta Du
hesch scho geschter zersch chene.
Jobert Äbe.
Pancetta Was
äbe?
Jobert Drum wotti hüt no
mau.
Jobert und Pancetta begeben sich auf die
Reise. Sie erfahren sich neu. Mit allen Fehlern und Freuden. Wo der Alltag der
Beziehung zur Einmaligkeit des Schreckens wird. Und das kann lustig sein,
entlarvend, überraschend und unterhaltsam.
Zwei Figuren strampeln durch Spanien,
suchen Nähe in der Ferne und finden ihr eigenes Debakel.
Ein Schauspiel mit so leichtem Tiefgang,
dass es nicht untergeht.
Kurznummern:
Alleluja
Dauer: ca 10 Minuten
Jobert
und Pancetta betreten den gemieteten Raum, um ihren Vereinsabend vorzubereiten.
Zu ihrem Erstaunen stellen sie fest, dass schon Leute (das Publikum) sich im
Raum befinden und ihre ungestörte Arbeit verunmöglichen. Sie versuchen durch
unzählige Tricks, Drohungen, Überredungskünste und Bitten, die ungewollten
Voyeure loszuwerden, und verziehen sich dann halt hinter eine Leinwand. Für
Überraschungen ist gesorgt.
Diashow
Dauer: ca 15 Minuten
Jobert
und Pancetta freuen sich, die Dias ihres Ausfluges auf den Mont Vully zu
zeigen. Jobert ist sehr stolz auf sein photografisches Talent, Pancetta bedient
den Projektor und muss sich hüten, nicht alles zum Voraus zu verraten. Die
Dias, deren Qualität mehr als umstritten ist, erinnern die beiden an die
Erlebnisse ihres Ausfluges.
So
erzählen, streiten, singen und politisieren die beiden, bis das Publikum
Bescheid weiss über das Panorama von Mont Blanc bis Matterhorn, prähistorische
Höhlen, die Sehschwäche von Jobert, Pancettas geheimer Leidenschaft und
die Lage der Welt im allgemeinen.
Zelten
Dauer: 25 oder 12 Minuten, je nach Version
Jobert
und Pancetta haben ein neues Zelt gekauft und brennen darauf, es dem Publikum
zu präsentieren. Schon das Aufstellen hat seine Tücken, vor allem im
zwischenmenschlichen Bereich. Und wenn es mal steht, beginnt erst das
Abenteuer. Jobert und Pancetta versuchen, eine gemeinsame Ordnung zu finden,
widmen sich ihren Dias und sorgen für allerhand Überraschungen, was in einer
verblüffenden Metamorphose endet.
Camping
Dauer: 20 Minuten
Jobert
und Pancetta sind endlich unterwegs zum Zeltplatz. Das Zelt steht ja schon, und
nun haben sie allerhand unentbehrliche Campingutensilien dabei. So wird es
richtig gemütlich. Sie geniessen die grosse Freiheit des Campings in
vollen Zügen. Und der Genuss wird kaum getrübt vom Abwasch und anderen
Alltagssorgen, die einem auch auf dem Camping einholen. So nimmt ihr Konflikt
eine ungeahnte Wendung.
Ihre
Beziehung erfährt aus der Distanz des outdoors eine neue Qualität.
Ein
happy end?